Bundesliga News: Favoritin Anne Terpstra nicht bei 100 Prozent

Bundesliga Gedern: Favoritin Anne Terpstra nicht bei 100 Prozent

Ronja Eibl will weiter Punkte sammeln

Titelverteidigerin Anne Terpstra könnte es am Sonntag schwer haben ihren Vorjahres-Sieg beim Bundesliga-Rennen in Gedern zu wiederholen. Die Ghost-Bikerin ist noch nicht wieder bei 100 Prozent. Das eröffnet neben Cherie Redecker von Head Ciclo auch Ronja Eibl (Gonso-Simplon) Möglichkeiten.

 

Auf dem Papier ist Anne Terpstra (Ghost Factory Racing) die Favoritin. Doch die Ausgangslage ist für die Niederländerin eine ganz andere als 2017. Anfang des Jahres hat sie sich in Südafrika beim Training den Knöchel gebrochen und vor drei Wochen bei einem Sturz in Solingen auch noch am Knie verletzt.

„Es ist noch nicht hundert Prozent, aber ich kann voll belasten“, sagt Terpstra. „Für die kommenden Weltcups wird meine Form aber noch nicht ausreichen, da brauche ich noch vier bis sechs Wochen.“ Sie sei froh, dass nach Albstadt und Nove Mesto ein Monat Zeit bleibt bis zum nächsten Höhepunkt.

Aus dieser Situation heraus werde sie das Rennen in Gedern in ihr Trainingsprogramm einbauen. „Intensive Belastungen, das ist genau das, was ich brauche“, meint sie.

So bleibt ungewiss, wozu sie in der Lage ist. Die Südafrikanerin Cherie Redecker (Head Ciclo) könnte eine Favoritin sein. Sie wurde vor kurzem Afrika-Meisterin und scheint in guter Form zu sein. Und war im Vorjahr bereits Zweite auf dem technisch interessanten Kurs in Gedern.

Hanna Klein „noch nicht ganz fit“

Das mit der guten Form gilt sicherlich auch für Ronja Eibl (Gonso-Simplon). Die 18-Jährige hat im Vorjahr in Gedern das Rennen der Juniorinnen gewonnen und ist fulminant in ihre erste Saison bei den (U23-)Damen gestartet. Zuletzt wurde sie beim Bundesliga-Auftakt in Heubach in einem (Elite-)Weltklassefeld Fünfte. Das ließ aufhorchen.

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Ronja Eibl bei ihrem Junioren-Sieg in Gedern 2017 ©Erhard Goller

„Das Bundesliga-Rennen dient schon zum größten Teil der Vorbereitung auf die kommenden Weltcups, aber ich will noch mal versuchen Punkte zu holen, um eventuell noch ein paar Startplätze gut zu machen“, erklärt Eibl. Für sie ist der Weltcup in Albstadt gleichzeitig das Heimrennen und sie bestreitet dort das erste U23-Weltcup-Rennen ihrer Karriere. Also mit einer gewissen zusätzlichen Bedeutung versehen.

Aktuell liegt sie mit 152 Punkten an 193. Stelle, in Gedern, das als C2-Rennen ausgewiesen ist, können maximal 30 Punkte hinzukommen. Das würde noch mal einen Sprung um 25 bis 30 Positionen bedeuten. Aber Rechenspiele anstellen, das wird Eibl nicht in den Sinn kommen.

Eine Podest-Kandidatin wäre eigentlich auch Hanna Klein (Scott-Sparkasse). Die Freiburgerin wurde aber vergangene Woche krank und fühlte sich Anfang der Woche „noch nicht wieder ganz fit“. Sie müsse erst die kommenden Tage abwarten.

Den Weltcup im Auge haben natürlich auch schon die Daubermann-Schwestern Antonia und Leonie (Global Fine Art/Stevens), Clarissa Mai (Link Rad Quadrat), Nina Benz (Head Ciclo) und Lia Schrievers (German Technology Racing) im Blick.

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