Fehler von Eibl lässt Terpstra entkommen

Gedern (rad-net) – Im Damenrennen der zweiten Bundesliga-Station der Mountainbiker in Gedern hat sich wie 2017 die Niederländerin Anne Terpstra durchgesetzt. Sie gewann vor Ronja Eibl und Hanna Klein. Bei den Juniorinnen fuhr Emma Eydt souverän zum Sieg.

Nach der Startrunde und erster kompletter 3,7 Kilometer-Schleife schien sich ein Zweikampf zwischen Anne Terpstra und Ronja Eibl (Grosselfingen) zu entwickeln. Eibl hatte die führende Position übernommen, doch in einem Steinfeld rutschte sie bergauf weg und musste vom Rad. Anne Terpstra kam vorbei und es entstand eine kleine Lücke. Eibl verlor zwar nicht viel Zeit, aber erst mal ihren Rhythmus. «Es ist eigentlich immer so: wenn ich laufen muss, dann ist es hinterher immer komisch», so Eibl.

Aus Runde zwei von sechs brachte Terpstra einen Vorsprung von 19 Sekunden mit und gab ihre Führung nicht mehr her. «Als ich gesehen habe, dass ich eine kleine Lücke habe, dachte ich: jetzt versuche ich es mal. Ich bin dann eine halbe Runde Vollgas gefahren, etwas, was ich gerade im Training sehr häufig mache.»

Das zahlte sich für Terpstra aus, die nach Knöchelbruch und Knie-Verletzung noch beim Wiederaufbau ist. «Mental war es nicht einfach so lange alleine da vorne zu fahren, aber es war meine einzige Chance», sagtre die Niederländerin, die sichtlich erleichtert über die Wiederholung ihres Vorjahres-Sieges war.

Ronja Eibl blieb lange in Schlagdistanz, mit 27 Sekunden Rückstand ging sie als Zweite in die letzte Runde. Dort unterlief ihr noch ein Sturz. «Da lagen zwei Steine, die vorher nicht da lagen und ich bin geflogen», erklärte Eibl, die mit ihrem zweiten Rang die Bundesliga-Gesamtführung übernahm. 29 Sekunden lagen im Ziel zwischen ihr und Terpstra (1:24:14).

Dritte wurde Hanna Klein. Die Freiburgerin war nach dem Lapsus von Eibl in der zweiten Runde bis auf rund fünf Sekunden an Eibl dran, doch dann fiel ihr die Kette aus der Führung. «Ich hatte Probleme, bis ich sie wieder drauf hatte und habe dann auch meinen Rhythmus erst mal verloren», berichtete Klein, die vergangene Woche noch an einem Infekt laborierte. Später rutschte sie noch aus dem Klickpedal und verdrehte sich dabei den Sattel. «Unter diesen Umständen bin ich zufrieden», meinte Klein (+1:37).

Den Angriff von Antonia Daubermann (+1:50) konnte sie abwehren. Die Gessertshausenerin wurde Vierte vor Lia Schrievers (Bayreuth, +1:58).

Juniorinnen: Langes Solo von Emma Eydt
Bei den Juniorinnen ist die Renn-Geschichte schneller erzählt. Emma Eydt (Queidersbach) machte sich bereits in der Startrunde auf und davon und fuhr ein langes Solo zu einem ungefährdeten Sieg, 2:23 Minuten vor Simone Roßberg aus Kleinbettlingen. «Die Beine haben gepasst. Jetzt freue ich mich, den zweiten Teil der WM-Norm geschafft zu haben», meinte eine strahlende Emma Eydt. Simone Roßberg war mit sich und ihrem Ergebnis komplett «zufrieden». «Es lief alles richtig gut», freute sich die Schwäbin.

Emma Blömeke (Haltern) wurde mit 4:35 Minuten Differenz Dritte. Den Platz holte sich in Runde zwei von vier (ohne Startrunde) von Marion Fromberger (Bad Griesbach).

 

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